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Thursday, 6. october 2011 4 06 /10 /Okt. /2011 12:10

 

Am 29. Februar 2084 stirbt überraschend Logan Leroy Quick, der berühmte TV-Moderator, einsam, verbittert und verlassen in seiner Einöde, weil er es nicht verkraftete, die Zukunft nicht gefunden zu haben. Dabei lebte er unschwer in ihr, wie wir leicht am Datum feststellen können.

 

Was ihn offenbar so traurig machte, war, dass er nicht mehr aus ihr heraus zu kommen glaubte und deshalb nicht mehr konnte, nicht mehr dazu in der Lage war, kann man nur vermuten. Da er sich auch sehr große Sorgen machen musste, dass er eines Tages nicht mehr in seiner Zukunft leben würde, der Vergangenheit angehören sollte, was ihn zur Verzweiflung brachte. Eine leidige Angst, die man nicht haben sollte, nein, keine Angst vor der Zukunft, egal wann sie auch sein mag, kann man daraus nur schlussfolgern.

 

Einige Zeit vorher plagte sich Logan noch mit anderen Ängsten herum, aber auch keine richtigen, muss man sagen, wenn man konkret sein will. So überfiel ihn schnell eine fast hysterisch um sich greifende Unruhe, wenn er mal zwei Wochen in den Medien nicht präsent gewesen war. Er bildete sich dann ein, man hielte ihn schon für tot. Dabei waren seine gepfefferten Clips und Werbespots jeden Tag in irgendeinem Programm und Kanal zu sehen. Er hatte da wohl eine ganz falsche Vorstellung von sich und seinem Wirken. Es lag aber auch daran, dass er sich gerne in seinem eigenen Enthusiasmus aalte, wie in seinem eingebildeten Genuss, mit seinen Bewunderern  auf Tuchfühlung sein zu können.

 

Logan Leroy Quick war sehr beliebt, das musste jeder neidlos anerkennen. Doch er war wohl ein lebendes Beispiel dafür, pardon, dass unangenehme Gedanken mitunter lebhaftere Schmerzen verursachen können, als die angenehmen, die man jeden Tag gerne mit sich trägt.

 

Man kann die Menschen in ihrer Gänze verurteilen wollen, nicht aber den Einzelnen also den individuellen Menschen, der bleibt außen vor, da er sich immer in seinem Staunen, in seinen Zweifeln, mit seinem Gewissen, mit seinen Zwängen und seiner Selbstdisziplin zeigt und auseinander setzt, dass wir doch verwundert bedauern, wenn er dahin scheidet, auch wenn es in einer Zukunft sein sollte, die wir vielleicht gar nicht erleben werden.

 

Aber das macht den Unterschied aus. Schließlich hatte Logan das Absurde in sich, trotz all seiner Zukunft. Diese Diskrepanz zwischen dem Menschen in seiner Sehnsucht nach Sinn und Verstehen, dem Schweigen der Welt und der Dinge zwischen den menschlichen Erwartungen, der Harmonie, der Einheit und Verstehbarkeit der Welt und auch deren Undurchdringbarkeit und Gleichgültigkeit, die sich ihm entgegenstellt oder ihn enttäuscht. Wenn es ihm zu seiner Zeit noch genau so erging, dann muss man ihn verstehen, falls er sich unnötig besorgte. Die Erfahrung machen zu müssen, dass sich so gar nichts an den Menschen verändert haben musste, war wohl im Endeffekt für ihn eine zu große Enttäuschung, die er nicht mehr verkraftete.

 

Logan Leroy scheiterte quasi schon für uns, sozusagen vorbeugend im Nachhinein, an der bitteren Feststellung und Erkenntnis, dass die Zukunft nicht das halten will, was wir glauben, dass sie es uns versprechen wollte oder zumindest wir in ihr erhofften.

 

So starb mit Logan Leroy Quick ein bemerkenswerter Visionär. Auch wenn er an seiner vergangenen Zukunft zerbrechen wollte. Vielleicht wäre ihm ein Partner, eine Frau, hilfreich gewesen, Liebe und Halt gebend, seine Zukunft richtig sehen zu können? Aber das wäre dann wieder eine andere Geschichte, die wir uns selbst ausmalen können.  

 

Das ganze Buch kann man auch bei  www.bookrix.de  lesen. 

Einfach bei "klaus ky kyde" einklicken, wo man noch viele

weitere Bücher von mir findet.

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von ky.kyde - veröffentlicht in: news - Community: Mein Sprüch-Beutel
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Wednesday, 5. october 2011 3 05 /10 /Okt. /2011 16:05


Wie die Menschen wirklich ticken,
wird man selten ganz durchblicken.

&

Man kann dich nur so sehr nerven
wie du es selbst zulässt.

&

Ein Traum ist nur ein Blubb
in den Gedanken der Nacht.

&

Die Wahrheit ist eine Wolke
am Himmel der Wirklichkeit.

&

Die andere als windig bezeichnen
halten sich gerne im Windschatten auf.


 Zitate von Ky Kyde
in: Aproposen


.

von ky kyde - veröffentlicht in: news - Community: Wege des Lebens
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Tuesday, 4. october 2011 2 04 /10 /Okt. /2011 10:54


Der Geist, den wir begreifen, ist nicht alles.
Um alles zu begreifen
müssen wir über die Grenzen unseres Geistes gelangen.

"nach Goethes Faustdialog mit seinem Geist


Wenn wir genau wissen wollten
was sich in der Sonne verbirgt,
erblindeten wir.

Die Ewigkeit ist wie der Horizont,
sie zeigt eine Begrenzung,
die es nicht gibt.


Gedanken sind schon etwas Vergangenes
und Denken ist etwas ewig Unvollendetes.


Der Urknall ist so unbedeutend
wie der Endzeitpunkt unseres Universums.
Denn beides werden wir niemals erfahren können,
noch genau berechnen können,
nicht einmal seinen Zeitraum
vom Anfang bis zum Ende.

aus: Neue Aproposen, von Ky Alain

.

von ky kyde - veröffentlicht in: news - Community: Was Menschen bewegt
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Saturday, 1. october 2011 6 01 /10 /Okt. /2011 10:30


Natur und Erziehung sind sich sehr ähnlich:

Erziehung formt den Menschen um

und schafft dadurch wieder Natur.

/

Besser eine gescheite Begründung finden

als tausend Vermutungen.

/

Richtiges Denken handelt,

Wissen wandelt.

/

Der Verfehlung Ursache

ist die Unkenntnis

des besseren Weges.

/

Für einen Weisen ist überall Heimat.

/

Mehr Menschen werden durch Übung tüchtig

als durch Anlage.

/

Wer die Werte der Seele wählt,

findet zu den göttlichen,

wer die Güter des Leibes wählt,

findet die menschlichen.

/

Nicht alles verlange zu wissen,

dann wirst du auch nicht in allem unkundig.

---

Demokrits Zitate sind zahlreich, er gilt als Vorsokratiker und hatte großen Einfluss auf die Sokratiker, wie auch Platon.

___

von ky kyde - veröffentlicht in: news - Community: Wohlstand und Zufriedenheit
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Friday, 30. september 2011 5 30 /09 /Sept. /2011 10:16

Die Zeit ist nur ein Bach

an den ich angeln gehe.

Henry D. Thoreau

 

Wem Zeit ist 

wie Ewigkeit

und Ewigkeit

wie Zeit,

der ist befreit

von allem Leid.

Jakob Böhme

 

Du findest, die Zeiten sind schlecht?

Wohlan, du bist da, sie besser zu machen.

Thomas Carlyle

 

Alle verbrauchen die Zeit,

nur die Liebe benutzt sie.

Paul Claudel

 

Vergeudete Zeit findest du nie wieder.

Benjamin Franklin

 

Wer das Absurde versteht,

findet sich in unsrer Zeit zurecht.

Eugene Ionesco

 

Die Zeit ist immer reif,

fragt sich nur, wofür?

Francois Mauriac

 

Argwöhnisch wacht der Mensch 

über alles, was ihm gehört,

nur seine Zeit,

die lässt er sich stehlen,

besonders von den neuen Medien.

Linus C. Pauling

 

Niemals zuvor hatten wir so wenig Zeit, 

in der soviel zu tun ist.

Franklin D. Roosevelt

 

Man verliert die meiste Zeit damit,

dass man Zeit gewinnen will.

John Steinbeck

 

Verschwendete Zeit 

ist Dasein,

gebrauchte Zeit

ist Leben.

Edward Young

 

Das Verschieben

ist der häufigst Dieb

deiner Zeit. 

Edward 'Young

 

Die Zeit, die wir bemerken,

wenn wir uns selbst nicht bemerken,

die leben wir.

ky kyde

 

Die Zeit ist die Larve der Ewigkeit.

Jean Paul

 

Die Zeit flirtet am liebsten

mit der unendlichen Kraft der Natur.

ky kyde

 

Nutze deine Zeit,

denn sie geht so schnell von hinnen,

und Ordnung lehre dich

Zeit zu gewinnen.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Wer vor der Zeit beginnt,

ist früh dran

und beendet früher.

Shakespeare

 

Aus der Zeit

in die Zeit

mit der Zeit

durch die Zeit.

Aus der Zeit.

ky kyde

 

 

von ky.kyde - veröffentlicht in: news - Community: Was Menschen bewegt
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